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Koordination & Kognition

In der heutigen Zeit besteht unser Tagesablauf oftmals aus Routine. Die Agenda sieht Tag für Tag gleich aus und auch unsere physischen sowie psychischen Abläufe sind Routine.

Unsere grossartigen koordinativen und kognitiven Fähigkeiten, welche wir als Kinder erlernen, gehen oftmals verloren. Es macht nicht nur viel Freude diese Fähigkeiten zu erhalten, sondern sie erleichtern uns den Alltag, steigern unsere Leistungsfähigkeit im Beruf und im Sport.

Für Interessierte…

Die Koordination

Koordination ist das Zusammenwirken unserer Sinne, dem peripheren und dem zentralen Nervensystem und der Skelettmuskulatur. Die koordinativen Fähigkeiten sorgen dafür, dass der Bewegungsablauf hinsichtlich aller Parameter abgestimmt abläuft.

Die koordinativen Fähigkeiten bestehen aus fünf Bereichen:

  • Orientierungsfähigkeit: Die Orientierungsfähigkeit ermöglicht, sich in der Vielfalt von Positionen zu orientieren und anzupassen. Beispiele: Freistellen im Spiel; auf der Skipiste neben anderen fahren; sich bei Körperrotationen orientieren usw.

 

  • Gleichgewichtsfähigkeit: Die Gleichgewichtsfähigkeit ermöglicht, das Gleichgewicht zu halten oder es nach Positionsänderungen möglichst rasch wiederzugewinnen. Beispiele: auf einer Schwebekante balancieren; nach einer Rolle vw. den Stand halten; im Handstand einige Zeit stehen usw.

 

  • Rhythmisierungsfähigkeit: Die Rhythmus- bzw. Rhythmisierungsfähigkeit ermöglicht, Bewegungsabläufe rhythmisch zu gestalten, zu akzentuieren oder einen gegebenen Rhythmus zu erfassen. Beispiele: sich nach Musik bewegen; einen Anlauf rhythmisch gestalten; auf Langlaufski oder Rollerblades skaten usw.

 

  • Reaktionsfähigkeit: Die Reaktionsfähigkeit ermöglicht, Informationen bzw. Signale aufzunehmen und darauf schnell und mit einer gezielten Bewegung zweckmässig zu reagieren. Beispiele: auf ein Signal starten; auf unvorhergesehene Situationen geschickt zu reagieren; Bälle als Torwart abwehren usw.

 

  • Differenzierungsfähigkeit: Die Differenzierungsfähigkeit ermöglicht, die eintreffenden Sinnes-Informationen differenziert auf Wichtiges zu überprüfen und die Bewegungen darauf dosiert abzustimmen. Beispiele: einen hart oder weich zugespielten Ball fangen; auf dem Minitrampolin abfedern; das Tempo variieren usw.

 

Die Kognition

In der Psychologie und in der Kognitionswissenschaft werden darunter die Strukturen und geistigen (mentalen) Prozesse eines Menschen verstanden. Dazu zählen etwa Gedanken, Wünsche, Einstellungen, Meinungen, Wissen und Erwartungen. Kurz gesagt handelt es sich um alle Denk-, und Wahrnehmungsvorgänge. Diese können sowohl bewusst (das Lösen einer Rechenoperation), als auch unbewusst (das unterbewusste Lernen) erfolgen.

Beispiele für kognitive Fähigkeiten:

  • Die Konzentration: Sie verbessern die gewollte Fokussierung auf gewünschte Sachverhalte und Informationen. Zudem lassen Sie sich weniger von Störfaktoren ablenken.

 

  • Das Zahlenverständnis: Da sich Ihr Arbeitsgedächtnis verbessert, mit dem Sie alle aktuellen Denkvorgänge machen, steigern Sie gleichzeitig die Fähigkeit zu Rechnen.

 

  • Das Lernen: Eine gesteigerte Aufnahmefähigkeit sowie Verarbeitungsgeschwindigkeit des Gehirns führen dazu, dass Sie neues Wissen schneller und nachhaltiger aufnehmen können.

 

  • Das Gedächtnis: Ihr Erinnerungsvermögen und die Merkspanne steigern sich. Sie können sich mehr merken und dieses Wissen auch langfristiger abrufen.

Diese Fähigkeiten helfen uns bei der Bewältigung motorischer Arbeits- und Alltagsanforderungen. Risiko- und Gefahrensituationen werden schneller erkannt und besser bewältigt. Somit wird die Unfallgefahr reduziert. Gut ausgeprägte koordinative Fähigkeiten verhindern funktionelle Fehlbelastungen sowie die Abschwächung und Verkürzung bestimmter Muskelgruppen, führen zu einer geringeren Belastung des Halte- und Bewegungsapparats und halten so Abnutzungs- und Verschleisserscheinungen in Grenzen.

Durch gezieltes Koordinations- und Kognitionstraining können diese Fähigkeiten verbessert werden.