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Ausdauer

Der Ausdauersport hilft Ihnen Ihre Gesundheit zu verbessern indem Ihr Immunsystem gestärkt, der Stress abgebaut und Krankheiten vorgebeugt werden. Zudem steigern Sie durch die körperliche Fitness Ihr Selbstvertrauen und vieles mehr.

Für Interessierte…

Es gibt verschiedene Definitionen von Ausdauer;

  • Nach Weineck: Die Ausdauer ist die psycho-physische Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung bei länger dauernden Muskelkontraktionen. Zur Ausdauer kann auch das Vermögen gerechnet werden, sich nach Belastungen schnell zu erholen.
  • Nach Zintl: Ausdauer = Ermüdungswiderstandsfähigkeit + Ermüdungstoleranz + rasche Wiederherstellungsfähigkeit
  • Nach Boutellier: Leistung, die ich mindestens 20 Minuten durchhalten kann.
  • Unsere Definition für den Alltag: Ausdauersport ist gesund und macht gute Laune!

Die Abbildung vom Bundesamt für Sport: (www.baspo.ch / militärsport) zeigt die verschiedenen Ausdauerarten übersichtlich auf:

Ausdauer neu

 

Aerobe Ausdauer:
Bei aerober Ausdauer (aerob = sauerstoffabhängig) steht genügend Sauerstoff zur oxidativen Verbrennung von Glykogen und Fettsäuren zur Verfügung.

Bei einer Belastungsintensität mit aerober Energiebereitstellung liegt ein Sauerstoff-steady-state vor, d.h. dass die Sauerstoffaufnahme und der Sauerstoffverbrauch im Gleichgewicht sind.

Die allgemeine aerobe Ausdauer wird unterteilt in:

  • aerobe Kurzzeitausdauer (3-10 Minuten)
  • aerobe Mittelzeitausdauer (10-30 Minuten)
  • aerobe Langzeitausdauer (über 30 Minuten)

Anaerobe Ausdauer:
Anaerobe Ausdauer liegt vor, wenn die Sauerstoffzufuhr zur oxidativen Verbrennung unzureichend ist und Stoffwechselvorgänge, die ohne Beteiligung von Sauerstoff ablaufen (anaerob = anoxidativ), eine wesentliche Rolle spielen.

Die allgemeine anaerobe Ausdauer wird unterteilt in:

  • anaerobe Kurzzeitausdauer (6 – 20 Sekunden)
  • anaerobe Mittelzeitausdauer (20 – 60 Sekunden)
  • anaerobe Langzeitausdauer (60 – 120 Sekunden)

Ermüdung:
Unter Ermüdung verstehen wir eine vorübergehende, reversible Herabsetzung der Leistungsfähigkeit.

Erholungs- und Regenerationsfähigkeit:
Ausdauertrainierte Personen erholen sich in kurzen Belastungsunterbrüchen und Verschnaufpausen während eines Spiels oder einer Trainingseinheit und im Anschluss an ein Training oder einen Wettkampf rascher als untrainierte.

Aus physiologischer Sicht können wir je nach dem Anteil der beteiligten Muskelmasse zwischen lokaler und allgemeiner Ausdauer unterscheiden.

Lokale Ausdauer:
Ermüdungsresistenz bei Belastungen, bei denen weniger als ein Sechstel der gesamten Skelet-Muskelmasse beteiligt ist.

Die lokale Ausdauer wird durch lokale Faktoren beeinflusst: Enzymaktivität sowie Substrat- und Sauerstoffangebot in den involvierten Muskelfasern (dabei ist die Kapillarendichte sehr wichtig).

Allgemeine Ausdauer:
Ermüdungsresistenz bei Belastungen, bei denen mehr als ein Sechstel der gesamten Skelet-Muskelmasse beteiligt ist.

Die allgemeine Ausdauer wird einerseits durch die lokalen Voraussetzungen (Diffusionskapazität, Kapillarendichte und Mitochondrienmasse) und die Kapazität der globalen Systeme (Herz, Kreislauf, Atmungsorgane, Blut, Leber) sowie durch die Motivation und Leistungsbereitschaft limitiert.

Um die allgemeine Ausdauer zu verbessern, muss im Training mehr als ein Sechstel der gesamten Muskelmasse beansprucht werden, so dass auch die globalen Systeme, insbesondere das Herz-Kreislauf- und Atmungssystem, involviert sind.

Grundlagenausdauer:
Die Grundlagenausdauer bildet die Basis, auf der in jeder Sportart aufgebaut werden kann. Sie lässt sich mit verschiedensten Trainingsmitteln entwickeln und mehr oder weniger ohne Einschränkung auf die verschiedensten Tätigkeiten und Sportarten übertragen.

Spezielle Ausdauer:
Spezielle Ausdauer bedeutet Ermüdungsresistenz bei sportart- oder disziplinenspezifischer Beanspruchung des Organismus.

Kraftausdauer:
Kraftausdauer ist die Fähigkeit, bei einer bestimmten Wiederholungszahl von Kraftstössen innerhalb eines definierten Zeitraums die Verringerung der Kraftstosshöhe gering zu halten (Martin/Carl/Lehnertz, 1991, S. 109).

Die Kraftausdauer wird durch Maximalkraft, die Leistungsfähigkeit des Energiestoffwechsels sowie die Fähigkeit und Bereitschaft limitiert, trotz der auftretenden Ermüdungssymptome die Muskulatur weiterhin auf sehr hohem Niveau zu aktivieren.

Es kann zwischen aerober und anaerober Kraftausdauer unterschieden werden. In der Praxis wird Kraftausdauer oft mit Stehvermögen, also mit anaerober Kapazität und Azidose-Toleranz, gleichgesetzt. Deshalb wird im Kraftausdauertraining meistens sehr intensiv gearbeitet. Es wird eine Sauerstoffschuld eingegangen, und es entsteht eine Azidose.

Schnelligkeitsausdauer: (wird eigentlich zu den Schnelligkeitsformen gezählt)
Widerstandsfähigkeit gegen ermüdungsbedingten Geschwindigkeitsabfall bei maximalen Kontraktionsgeschwindigkeiten bei zyklischen Bewegungen. Oder anders ausgedrückt: Fähigkeit, die maximale Laufgeschwindigkeit möglichst lange aufrecht erhalten zu können.

Die Schnelligkeitsausdauer wird oft auch mit Stehvermögen bezeichnet.

Die Schnelligkeitsausdauer ist vor allem im 200 bis 400-Meter-Lauf, aber auch schon im Kurzsprint von entscheidender Bedeutung.